Von Wellington bis Lake Hawea – Quer durch Neuseeland mit Britzi

Und endlich ist es mal wieder so weit und ich hab ein bisschen Zeit gefunden, mal wieder einen Blogeintrag zu machen. Es gibt viel zu erzählen und deshalb wollen wir uns nicht lange aufhalten und ich geb euch endlich was ihr wollt. Bilder und Geschichten.

Wer ist eigentlich Britzi?

Tja fangen wir mal mit unserem kleinen, etwas zickigen Britzi an. Er ist zwar noch recht jung, aber jammert rum, als wenn er ein alter Sack wäre, aber wenigstens bringt er uns dort hin, wo wir wollen. Ja genau es geht um unseren, nur <ironie> minimal </ironie> abgefuckten Camper von Britz. Innen sieht zwar alles ganz sauber aus, aber im Detail fällt dann doch alles auseinander. Die Toilette… Lieber nicht ;). Der durchschnittliche Dieselverbrauch liegt bei gefühlten 25 Litern auf 2 Kilometer und das wäre uns schon des öfteren zum Verhängnis geworden. In Westport wars dann soweit und Britzi musste uns zeigen wie groß und stark (in diesem Fall eher schwer) er ist. Wir sind mitten in der Nacht auf der Suche nach einem Plätzchen zum Campen und da wir eh gerade in Westport unterwegs sind, was direkt am Meer liegt, bietet es sich ja an, direkt am Meer zu campen. Gesagt getan: Wir sind los gefahren und Richtung Meer. Das haben wir dann auch schnell gefunden und wir dachten auch das es sich um einen befestigten Weg handelt. Beim Aussteigen konnten wir uns dann vom Gegenteil überzeugen. Wir sinken 10 Zentimeter in den Sand ein. Britzi versinkt immer weiter und wir merken, dass gerade Ebbe ist und wir im Schmodder stehen. Tja… Wer hätte gedacht, dass man nen dicken fetten Camper so schnell anschieben kann. Nach ein wenig hin und her, haben wir uns dann befreit und sind wieder Richtung Westport. Und jetzt wirds gruselig: Ihr müsst wissen, dass Westport ein ziemlich kleines Kaff ist, bildet aber mit 3900 Einwohnern eine der größten „Städte“ an der Westküste. Wir fahren glücklich dem Wassertod entkommen zu sein nach Westport und plötzlich werden wir von einem Auto verfolgt. Nichtsahnend wollen wir das Auto vorbei lassen, denn unser Britzi kann halt manchmal nicht so schnell wie wir gern wollen, und fahren links an den Rand… Das Auto bleibt auch stehen. Huch? Is das jetzt die Polizei in Zivil? Nach ca. 30 Sekunden gespannter Stille dreht der Wagen schnell um um rast davon. OK? Was war das gerade? Wir drehen auch um und sehen nach kurzer Strecke das Verfolgerauto mit der Polizei reden. Plötzlich werden wir auch von denen verfolgt. Ich glaub wir campen lieber etwas außerhalb der Stadt ;). Passiert ist nichts und wir wissen bis heute nicht, wer uns da verfolgt hat.

Was natürlich ein Vorteil an einem Camper ist, wenn man einfach mal an einem Aussichtspunkt schläft und dann mit einem absolut geilen Panorama aufwacht. Aber schaut einfach selbst.

Kultur mit Te Papa

Natürlich muss in einem Land mit einer reichen Geschichtsvergangenheit ein bisschen Kultur auch sein und deshalb machten wir in Wellington am kostenfreien Museum „Te Papa“ Halt. Ein wahnsinnig moderner Bau der noch dazu Erdbebensicher gebaut wurde. Das gesamte Haus steht „frei“ auf Gummiplöppeln gefüllt mit Stahl und Blei. Wenn dann ein Erdbeben kommt, federt der Gummiplöppel das meiste ab und bei der Bewegung erwärmt sich das Blei und nimmt dadurch Bewegungsenergie aus dem Erdbeben… Echt schlau nachgedacht.

Das Museum ist wirklich sehenswert und man bekommt gleich am Anfang von offensichtlich freiwilligen Helfern direkt Auskunft über alles. Das Museum zeigt alles von Natur über Kultur bis riesig große Seemonster. Und das mit dem Monster ist echt nicht übertrieben. Wie es der Zufall so will, hab ich nur ein paar Wochen vor Neuseeland eine Reportage über Koloss-Kalmare gesehn und hab mir gedacht, wär bestimmt mal toll so ein Teil zu sehen und ZACK stehts im Te Papa Museum vor mir. Im Dunkeln möchte ich der „Kleinen“ (es ist ein Mädel, süß oder?) nicht begegnen, aber überzeugt euch einfach selbst.

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