Wohnungssuche in Auckland

So nun bin ich endlich in Auckland angekommen und was muss man natürlich als erstes machen? Genau: Wohnung suchen. Britzi ist bald weg, und ein Dach über dem Kopf ist in jedem Land toll. Aber wo fängt man an zu suchen? Gottseidank hat Neuseeland eine Seite für alles (und wenn ich alles sage, dann ist das auch wirklich so): www.trademe.co.nz. Es handelt sich dabei um so eine Art ebay, aber eben nur für Neuseeländer und man findet alles. Ein paar Tage bevor ich in Neuseeland angekommen bin, habe ich auch eine Anzeige bei www.flatfinder.co.nz aufgegeben, dass ich eine Wohnung suche.

Die ersten Wohnungen

Ein paar Adressen waren schnell gefunden. Hier hat man den Eindruck, dass es mehr Wohnungen als Einwohner gibt, da jeder den kleinsten winzigsten Winkel seines Hauses vermietet. Die erste Wohnung war etwas außerhalb, aber in einer der schöneren Gegenden von Auckland, „North Shore“. Das Haus war OK. Es war vielleicht ein bisschen schmutzig und durcheinander, aber zum Wohnen hätte es getaugt. Der etwa 60-70 jährige Hausbesitzer mir dann aber meinen Schlafplatz gezeigt… In der Anzeige hat es geheißen: Ein Zimmer mit eigenem Bad, Küche und eigenem Eingang. Das hat gestimmt… Da es sich um ein kleines Kabuff im Garten handelte hatte es seinen eigenen Eingang. Auch die Küche (eine Herdplatte für die Steckdose) war vorhanden und auch das Bad (Klo mit Waschbecken und „Dusche“) stand durch einen Holzverschlag getrennt vom „Schlafzimmer“ da wie ein Einser. OK… erster Schock, aber ich hab ja noch ein paar Wohnungen. Der Mann war nett und hat auch gesagt, er hält mir das Zimmer ein paar Tage frei.

Den zweiten hab ich dann kurz noch mal angerufen und er hat mir versichert es sei kein Problem, ich kann jetzt schnell vorbei kommen er ist zu Hause. Perfekt… Also ab in den Camper und erst mal 30 Minuten fahren bis wir bei der zweiten Wohnung sind (Auckland ist ziemlich groß und weitläufig). Als uns der zweite Hausbesitzer die Tür aufgemacht hab, hab ich erst mal ein wenig geschluckt… Laut Daniel, stellt er sich so einen typischen „Vergewaltiger“ vor, wie er in den Filmen immer gezeigt wird. Na hoffentlich ist die Wohnung wenigstens besser… Er führt uns in die Wohnung und erklärt uns, dass es gar keine Wohnung gibt (man muss dazu sagen, er macht das, während er halb lehnend und nicht gerade höflich in seinem Sessel sitzt und uns dabei von der Seite anschaut). OK? Warum hat er uns dann eingeladen? Er wollte uns trotzdem interviewen und sehen wer wir so sind. Alter Schwede, schnell raus hier…

Die dritte (und vorerst letzte Wohnung) war eine „Stadtwohnung“. Der Typ war wiedermal super nett und hat uns die Wohnung gezeigt, die sich über einer Garage und eines kleinen Shops befunden hat. Wohnung war passabel, kein WOW-Effekt und es wurde darin geraucht. Als er mir dann erklärt hab, dass ich nicht als Mieter hier her komme sondern mit in den Mietvertrag geschrieben werde und das alles beim Markler landet war mir das irgendwie zu ungeheuer und bin lieber gegangen.

Erste Zwischenbilanz: Die erste Wohnung war wohl doch die Beste. Ich hab mich schon fast damit abgefunden, dass hier wohl alle Wohnungen etwas.. „Naja“ aussehen, da kam Daniel mit dem Vorschlag doch mal Wohnungen in einer höheren Preisklasse anzusehen. Bisher hab ich für 120-150 $ (pro Woche) gesucht und dann hab ich mal hochgeschraubt auf 180 bis 200 $ und siehe da? Es sprudeln ein paar Angebote rein die da wirklich sehr gut aussehen.

WG-Haus mit Hund, Kind und Familie

Nachdem ich ein paar Häuser angesehen habe, wo auch wirklich schöne Angebote dabei waren, kam am Ende das Zuckerl das ich bis dahin aufgehoben habe. Ein wahnsinnig modernes Haus, ca. 10 Minuten von meiner Arbeit entfernt. Es wurde erst vor 2 Jahren von den Eigentümern erbaut und sieht echt wahnsinnig gut aus. Die Bewohner: Ein nettes junges Pärchen mit 9-Wochen altem Kind, nem süßen jungen Wuffi und einer weiteren Mitbewohnerin.

Alleine der herzliche Empfang und die supernette Familie hat mir schon gereicht. Als dann auch noch das relativ große Zimmer und mein eigenes supergeiles Bad dazu kam, wars vorbei und ich wusste wo ich hin will. Hier kann ich bleiben, hier gefällts mir. Nach dem Interview im Wohnzimmer haben sie dann auch mir zugesagt und ich hab nun für Auckland ein super Plätzchen zum schlafen. Einziger Haken: Sie wollen von mir was typisch Deutsches zu essen! 🙁 Aber das kriegen wir schon hin ;). Die Fotos hab übrigens nicht ich gemacht, sind von der Anzeige, aber ohne Genehmigung möcht ich keine Bilder von Wohnungen ins Netz stellen ;). Jeder der meine Adresse möchte, kann einfach mal durchschreiben.

2 Antworten auf „Wohnungssuche in Auckland“

  1. Huiiii Timo!
    Da hast du ja wirklich ein schönes Plätzchen gefunden! Gefällt mir wirklich super gut. Aber auch bei dir hat es sich ja gezeigt, dass man wirklich vieles erst einmal „ertragen“ muss, bevor man so ein Schmuckstück findet. Zum Glück hat es bei dir geklappt! Ich wünsche dir eine wunderschöne Zeit in der Wohnung. Falls du ein paar Rezepte für die „typisch deutsche Küche“ suchst, die auch einfach zu kochen sind, kann ich dir welche schicken. Ich habe en masse Gerichte für meine japanischen und spanischen Freunde damals in Frankreich kochen müssen =)
    Ich hätte gerne deine Adresse von deiner jetzigen Unterkunft, dann kann ich dir auch endlich mal was schicken =) Meine E-Mail-Adresse habe ich oben angegeben =)
    So und jetzt gönn ich dir erst einmal etwas Ruhe zum Eingewöhnen =) Viel Spaß!

  2. Hallo Timo,

    erstmal: ziemlich freaky, welch‘ Leute es gibt, die dann Anzeigen zu Wohnungen online stellen und gar keine haben…Muss man auch erstmal darauf kommen, auf dem Wege Menschen „kennen lernen zu wollen“, um dubiose Interviews mit ihnen zu führen.
    Deine Wohnung sieht gut aus und ich hoffe, dir geht’s gut. Lass dich nicht abschrecken von Freaks 🙂

    Liebe Grüße!

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