Was ist das für ein Land? Das kann doch nicht echt sein…

Genau das denkt man sich, wenn man hier unterwegs ist. Man kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus und was früher beeindruckend war, ist jetzt nur noch Durchschnitt. Was hast du getan Neuseeland? Was ist dein besonderer Zauber? Würde nicht sofort nach meiner Entscheidung ein Killerkomando nach Neuseeland kommen und mich persönlich zu meiner Familie zurück bringen, könnte man es hier echt länger aushalten… Aber genug vom Intro, was war eigentlich so los in den letzten Tagen?

Piha – Das Paradies direkt vor der Tür

Ich habe euch ja schon ein wenig von diesem kleinen Pradies und seinen seltsamen Tieren erzählt, aber da wir nichts besseres zu tun hatten, sind wir noch einmal los gezogen um ein weiteres Stück des Landes zu erkunden…. und es hat uns nicht enttäuscht. Wir waren auf einem Track, der uns durch tiefsten Urwald geleitet hat. Wald ist hier aber ganz anders definiert als die alt bekannten, großen, hohen und durchaus schönen Wälder in Deutschland. Es ist eher ein Urwald bei dem man genau 2 Meter in eine Richtung schauen kann, bevor alles von Bäumen und Blättern verdeckt ist und dazwischen windet sich ein kleiner Pfad durch das Idyll. Wenn man dann etwas mehr Licht entdeckt, merkt man erst mal wo man hier überhaupt entlang wandert. Das Fenster im Wald zeigt eine 70 Meter hohe Steilklippe die direkt zum Meer mit seinen 3-4 Meter hohen Wellen hinabstürzt. Hossa! Das nenn ich mal Fensterausblick!

Begleitet wird man in Neuseeland stets von seltsamen Robotergeräuschen. Produziert wird das Geräusch vom R2D2-Vogel. Insgeheim glaube ich ja, dass nicht nur Herr der Ringe hier gedreht wurde, sondern auch Star Wars und der Regisseur hat alles geklaut und für seine Roboter verwendet. Aber die Tiere hier in Neuseeland sind sowieso etwas anders als anderswo. Kein Tier zeigt auch nur das kleinste bisschen Angst wen es sich einem Menschen nähert und so klauen dir Vögel auch schon gern mal was aus dem Auto oder fressen aus deiner Hand.

Hamilton und seine Steilklippen

Am zweiten Wochenende gings dann wieder ab zur Hamilton Crew. Der eine oder andere hat vielleicht bemerkt, dass ich mich sehr gerne bei denen aufhalte ;). Ich weiß ja nicht ob das auffällt. Der erste Abend war ausnahmsweise mal ein Abend ohne Wanderung… Naja gut, wenn man die 2 km in die Stadt ignoriert. Wir sind ein wenig weg gegangen und ich durfte neue Erfahrungen im Umgang mit betrunkenen Franzosen sammeln. Die sind echt immer witzig ^^. Am nächsten Tag gings dann, mehr oder weniger ausgeschlafen mal wieder auf einen Berg, und dieses mal hats mir richtig Spaß gemacht. die ersten Meter waren noch normal, aber dann gings los: Tiefe Schlammlöcher, enge Urwaldpfade direkt über einen Bergkamm (links und rechts Steilklippen) und Steilwände zum hochklettern. Warnschilder am Anfang? Fehlanzeige. So ein Track wäre (wiedermal) in Deutschland niemals möglich. Da würde dich wahrscheinlich noch einer begleiten, damit du überhaupt auf den Berg darfst ;). Aber es hat wirklich riesigen Spaß gemacht.

Schwimmen mit Delfinen

Nun ja… Die Überschrift sagts schon, aber ich hätte es in meinem Leben nie geglaubt. Ich bin mit Delfinen schwimmen gewesen. Wer jetzt denkt: Na klar, für 100 Euro kann ich das auch… Falsch. Die Delfine waren wild und plötzlich da! Aber lasst uns von vorne beginnen:

Dieses Wochenende war ein langes Wochenende wegen dem Tag der Arbeit (sehr interessant ist, dass jedes Land am Tag der Arbeit frei hat… Sollte es nicht andersrum sein?), deshalb haben wir uns entschlossen die lange Reise auf uns zu nehm und Cape Ranga, das Nordkapp von Neuseeland zu erkunden. Es war wirklich einfach traumhaft schön und das Meer war himmelblau. Wir wollten nicht an einen der üblichen Strände und haben uns einen abgeschiedenen Strand ausgesucht, der nach ca 30 Minuten Fußmarsch erreichbar war. Und natürlich wollten wir dort auch ins Wasser. Das Wasser war kalt, aber schön und die Tierwelt war nicht zu verachten. Wir haben Rochen gesehn und sonstiges Getier. Und plötzlich als wir etwas tiefer im Wasser waren, haben wir es gesehn. Ein schwarzes etwas rast in einer meterhohen Welle direkt auf uns zu und erst im letzten Augenblick sind sie abgedreht und an uns vorbei geschwommen. Ja! Delfine. Ihr hättet unsere Gesichter sehen sollen, vielleicht war es der Schock weil einige glaubten da kommen gerade Haie auf uns zu. Vielleicht war es der Gedanke an das unfassbare Glück das wir hatten, aber jeder hat nur noch gegrinst. Die Delfine sind noch einige Zeit mit uns geschwommen und einige konnten sie sogar berühren. Als wir dann draußen am Strand standen, hat jeder nur darauf gewartet, bis die Delfine wieder kommen um wieder rein zu springen. Traumhaft schön!

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